Wasserschäden durch eingefrorene Leitungen vermeiden: So geht’s

15.02.2019


Die Prävention gegen Wasserschäden durch eingefrorene Leitungen beginnt bereits vor der Bauphase. Schon bei der Planung sollte die Verlegung von Wasserleitungen so konzipiert werden, dass sie erst gar nicht einfrieren können. Das Risiko des Einfrierens ist vor allem bei Wasserleitungen in Außenwänden besonders hoch. Deshalb gehören sie besser in Innenwände oder gut isolierte Fußböden, auch wenn das manchmal ein paar Meter Rohrleitungen mehr bedeutet.

Tipp 1: Wasserrohre in Außenwänden von außen vor Frost schützen!

Vor allem Wasserleitungen sind gefährdet, die sich in Außenwänden befinden, welche keinen Schutz vor dem eisigen Wind im Winter besitzen. Die mit Abstand größte Gefahr lauert bei Wasserrohren in ebenerdigen Bädern und Küchen, wie sie beispielsweise in Bauernhäusern und Bungalows anzutreffen sind. Hier macht ein Wind- und Frostschutz an der Außenseite Sinn. Sie könnten beispielsweise ihr Kaminholz an der Außenwand aufstapeln. Das Holz hält den Wind ab und bildet einen thermischen Puffer.

Tipp 2: Kleine Anbauten schützen die Wasserrohre vor Frostschäden!

Sie brauchen einen Fahrradschuppen oder einen größeren Geräteschrank für ihr Gartenwerkzeug? Damit können Sie ebenfalls einen Frostschutz für Ihre in Außenwänden verlegten Wasserrohre bewirken. Bauen Sie (falls möglich) den Fahrradschuppen oder den Geräteschrank einfach an der Wand mit den gefährdeten Wasserleitungen auf. Verwenden Sie Modelle aus massivem Holz, denn der Werkstoff Holz ist ein schlechter Wärmeleiter. Damit wird der Innenraum des Gartenschranks oder Fahrradschuppens zur thermischen Pufferzone.

Tipp 3: Packen Sie die Wasserleitungen schon beim Bau gut ein!

Wollen Sie das Geld für die schnelle Schaden-Nothilfe sparen und frostbedingte Wasserschäden vermeiden, sind gute Isolierungen für Wasserleitungen wichtig. Dafür stehen im Fachhandel thermisch isolierende Hülsen und Manschetten zur Verfügung. Noch besser ist es, die gesamte Außenwand mit einem Schutz gegen Wärmeverluste und eindringende Kälte zu versehen. Damit betreiben Sie eine wirksame Prävention gegen Wasserschäden und können gleichzeitig Ihre Heizkosten nachhaltig senken. Das heißt, die Investition in eine hochwertige Fassadenisolierung zahlt sich gleich doppelt aus.

Tipp 4: Was tun, wenn die Wasserleitung trotzdem eingefroren ist?

Damit Sie wegen einer geplatzten Wasserleitung keinen Techniker der Schaden-Nothilfe rufen müssen, sollten Sie die eingefrorene Leitung vorsichtig auftauen. Führen Sie zu viel Wärme zu, kann das Wasserrohr auf der gesamten Länge aufreißen. Schließen Sie den Haupthahn und öffnen Sie den Wasserhahn an einer Entnahmestelle. Dann wärmen Sie das Rohr langsam von der Entnahmestelle aus bis zum Haupthahn auf. Dafür eignet sich beispielsweise die Bestrahlung der Wand (keinesfalls des Rohrs) mit einer Rotlichtlampe oder einer Infrarotplattenheizung. Schalten Sie die Infrarotheizung immer nur für wenige Minuten ein und verändern Sie regelmäßig die Ausrichtung, damit sich die Wärme langsam bis zum Wasserrohr vorarbeiten kann. Tauen Sie eingefrorene Wasserleitungen keinesfalls mit offenem Feuer auf! Eine punktuelle Wärmezufuhr bewirkt Materialspannungen, die wiederum Rohrbrüche begünstigen.

Tipp 5: Behalten Sie den gesamten Verlauf der Wasserleitung immer im Auge!

Wenn Sie eine eingefrorene Wasserleitung auftauen wollen, sichern Sie sich unbedingt Hilfskräfte. Spannungen und Rohrbrüche können auch an den Stellen auftreten, an denen Sie gerade nicht arbeiten. Die Hilfskräfte müssen den gesamten Verlauf der Wasserrohre beobachten. Treten irgendwo Wasserflecke auf, brechen Sie die Aufwärmarbeiten sofort ab und rufen Sie die Experten der Schaden-Nothilfe! Prüfen Sie, ob der Haupthahn geschlossen ist. Außerdem sollten Sie Auffanggefäße und Lappen an den Stellen mit den sich abzeichnenden Wasserflecken aufstellen. Damit können Sie das Ausmaß des Wasserschadens bis zum Eintreffen der erfahrenen Klempner begrenzen.

Tipp 6: Wie können Sie eingefrorene Abschnitte einer Wasserleitung finden?

Oftmals ist allein aus dem Verlauf der Wasserleitung kein Rückschluss möglich, welcher Abschnitt eingefroren ist. Bei frei zugänglichen Leitungen hilft der Klopftest. Beim Klopfen auf einen gefrorenen Abschnitt sind die entstehenden Geräusche dumpfer als bei einer Leitung, in der sich kein Eis befindet. Vereiste Abschnitte fühlen sich kühler als durchgängige Leitungsbereiche an. Bei der Suche nach vereisten Abschnitten bei Unterputzleitungen leistet ein Infrarotthermometer gute Dienste. Diese einfachen (aber sehr effizienten) Techniken wenden auch die Servicetechniker an, die wir bei einem Auftrag zur Schaden-Nothilfe zu Ihnen schicken.

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