Wasserschäden – Welche Versicherung zahlt wann?

25.02.2015


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Bei der Regulierung von Wasserschäden kommen mehrere Versicherungen in Frage. Welche Versicherung der richtige Ansprechpartner ist, hängt von der Ursache der Schäden sowie die Art der verursachten Wasserschäden ab. In Frage kommen grundsätzlich die Hausratversicherung, die Gebäudeversicherung sowie verschiedene Arten der Haftpflichtversicherungen.

Wann muss Wasserschäden die Gebäudeversicherung zahlen?

Für alle Wasserschäden an den fest mit einem Gebäude verbundenen Gegenständen kommt in der Regel die Gebäudeversicherung auf. Das heißt, von der Gebäudeversicherung werden Schäden am Mauerwerk, an den Decken, Fußböden und Dachkonstruktionen abgedeckt. Haben Installationen wie Stromkabel, Schalter, Steckdosen oder Sanitäreinrichtungen Wasserschäden abbekommen, ist dafür ebenfalls die Gebäudeversicherung zuständig, wobei es völlig gleichgültig ist, ob es sich um eine gewerbliche Gebäudeversicherung oder eine private Wohngebäudeversicherung handelt. Eine Ausnahme von dieser Praxis der Regulierung gibt es nur dann, wenn die Wasserschäden durch Dritte grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurden. Außerdem schließt der Deckungsumfang der Gebäudeversicherung Wasserschäden an Türen, Fenstern, Treppen sowie in einigen Fällen sogar Einbauschränken mit ein.

In welchen Fällen zahlt die Hausratversicherung Wasserschäden?

Die Hausratversicherung deckt Wasserschäden an mobilen Einrichtungen ab, die vom Mieter oder Eigentümer von Wohnungen und Gebäuden eingebracht wurden. Der Deckungsumfang bei Wasserschäden in der Hausratversicherung erstreckt sich demnach auf Möbel, Kleidung und anderen Hausrat. Auch Wasserschäden an Gardinen, Teppichen, Lampen und Elektrogeräten müssen von der Hausratversicherung erstattet werden. Ebenso wie bei der Gebäudeversicherung gibt es hier allerdings Einschränkungen auf der Basis des Verursacherprinzips. Liegen den Wasserschäden Nachlässigkeiten oder vorsätzliche Taten Dritter zugrunde, kann die Hausratversicherung eine Regulierung ablehnen und die Betroffenen auf Schadenersatzforderungen an die Verursacher verweisen.

Welche Wasserschäden zahlt die Haftpflichtversicherung?

Bei der Regulierung von Wasserschäden können in bestimmten Fällen private und gewerbliche Haftpflichtversicherungen in Anspruch genommen werden. Die gewerbliche Haftpflichtversicherung kommt dann in Frage, wenn ein Handwerksbetrieb im Haus Arbeiten durchgeführt und dabei ein Wasserrohr beschädigt hat, indem es beispielsweise bei der Neuverlegung von Fußböden oder TV-Anschlusskabeln die notwendigen Bohrungen nicht korrekt platziert hat. Die private Haftpflichtversicherung wäre dann der richtige Ansprechpartner, wenn der Nutzer der oberen Wohnung durch ein geplatztes Aquarium oder eine nicht beaufsichtigte Waschmaschine für einen Wasserschaden in den darunter liegenden Räumen gesorgt hat.

Sogar Grundstückseigentümerhaftpflichtversicherung zahlt für Wasserschäden

Wann die Grundstückseigentümerhaftpflichtversicherung einen Wasserschaden regulieren muss, lässt sich am besten an einem Beispiel erklären. Wenn vom Grundstück A durch einen Sturm ein Dachziegel gelöst wird, auf das Nachbargrundstück B fliegt und dort beispielsweise dass Entwässerungsrohr der Regenrinnen trifft und deshalb ein Wasserschaden an der Außenmauer des Gebäudes verursacht wird, müsste die Grundstückseigentümerhaftpflichtversicherung des Besitzers des Grundstücks A für die Schäden am Gebäude des Eigentümers des Grundstücks B aufkommen. Basis dieser Regulierungsweise ist das Verursacherprinzip. Anders ist die Lage, wenn Grundstückseigentümer A dagegen sein Auto mit dem Schlauch wäscht, den Schlauch liegen lässt und vergisst, das Wasser abzustellen. Läuft das Wasser dann auf das Grundstück B und verursacht dort einen Wasserschaden, muss dieser von der Privathaftpflichtversicherung des Grundstückseigentümers A übernommen werden.

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