Zahlen und Fakten zur Sturmschäden in Deutschland

19.04.2015


Dass es im Umfeld von Gewitterzellen oder beim Aufeinandertreffen von Hoch- und Tiefdruckzonen zu heftigen Windböen kommen kann, ist allgemein bekannt. Selbst diese Ereignisse reichen aus, um den Versicherungen erhebliche Schadenersatzforderungen nach Sturmschäden zu bescheren. Weit weniger bekannt ist, dass Deutschland eine eigene Tornado Alley besitzt. Solche Phänomene werden eher einigen Staaten der USA zugeschrieben. Deshalb möchten wir an dieser Stelle einen Blick auf die wichtigsten Tornados werfen, die in Deutschland in der Vergangenheit erhebliche Sturmschäden verursacht haben.

Tornados der Stärke F4 sind in Deutschland durchaus üblich

Ein Blick in die Wetteraufzeichnungen beim DWD und bei Skywarn zeigt auf, dass es beispielsweise im Jahr 1968 einen F4-Tornado in Pforzheim gegeben hat. Der Tornado schlug mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 335 Kilometern pro Stunde zu und hinterließ an mehr als 2.000 Gebäuden Sturmschäden. Im Mai 1979 gab es einen F4-Tornado im Süden von Brandenburg in der Region Liebenwerda. Er hinterließ eine mehr als fünfzig Kilometer lange und bis zu 400 Meter breite Spur der Verwüstung. In der gleichen Region schlug auch zu Pfingsten 2010 ein Tornado zu, bei dem sich die Meteorologen heute noch streiten, ob der in die Stufe F2 oder F3 einzustufen ist. Die vom „Tornado am Pfingstmontag“ geschlagene Schneise war insgesamt fast hundert Kilometer lang. Dachsicherungen und andere Sicherungsmaßnahmen wurden an mehr als 3.000 Gebäuden notwendig. Von den Versicherungen wurden die allein von diesem einen Tornado verursachten Sturmschäden auf insgesamt mehr als hundert Millionen Euro beziffert.

Ende Mai 2015 bereits mehr als ein Dutzend Tornados in Deutschland bestätigt

Der erste offiziell bestätigte Tornado des Jahres 2015 ereignete sich am 9. Januar im brandenburgischen Zootzen. Bereits einen Tag später traf ein weiterer Tornado die Gemeinde Below in Mecklenburg-Vorpommern. Im März 2015 war Otterbach in Hessen von Sturmschäden durch einen Tornado betroffen. Am 5. Mai 2015 traf ein F2-Tornado die Gemeinde Groß-Laasch in Mecklenburg-Vorpommern. Am gleichen Tag schlug ein F3-Tornado in Rühn, Bützow und Kassow ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern zu. Am 13. Mai 2015 erwischte ein Tornado der Kategorie F2+ die Regionen Bonndorf, Fützen, Lausheim und Lembach in Baden-Württemberg. Fast zeitgleich schlug ein F3-Tornado in der Umgebung von Augsburg in Bayern zu. Allein die Bilanz der ersten drei Wochen im Mai 2015 sind 13 offiziell bestätigte Tornados sowie darüber hinaus 18 Verdachtsfälle.

Das daraus zu ziehende Fazit ist, dass Sie als Hausbesitzer immer genau wissen sollten, wo Sie im Falle von Sturmschäden schnell professionelle Schaden-Nothilfe bekommen können. Tornados können auch in Deutschland bei ungünstigen Wetterlagen überall mit sehr kurzen Vorwarnzeiten zuschlagen.

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